Rede der Initiatorin des Bundesnetzwerkes TANG Stadträtin Dr. Sylvie Nantcha 

Sehr geehrte afrikanische Botschafter und Botschafterinnen,

verehrte Damen und Herren,                                                            

ich begrüße Sie herzlich zum Bundestreffen afrodeutscher Migrantinnen und Migranten im Rahmen des Ke Na Ko Afrika Festivals Berlin. Der Leitsatz dieses Festivals lautet „Es ist an der Zeit!“. Und tatsächlich ist es an der Zeit, dass wir, die Afrikanische Community Deutschlands, uns zu diesem African Network of Germany zusammenzuschließen, um unser volles Potential als treibende Kraft in dieser Gesellschaft zu entfalten.

Ich bedanke mich vielmals bei allen 50 Botschafterinnen und Botschaftern und ganz besonders bei allen 30 anwesenden Botschafterinnen und Botschaftern für die gute Zusammenarbeit in den letzten Monaten. Mein besonderer Dank gilt auch Herrn Nooke, dem persönlichen Afrikabeauftragten der Bundeskanzlerin, sowie der Beauftragten der Bundesregierung  für Migration, Flüchtlinge und Integration, Maria Böhme, die durch Frau Deihimi vertreten wurde. Und ganz herzlich bedanke ich mich natürlich auch bei allen Mitstreiterinnen und Mitstreitern, die zum heutigen Start des African Network of Germany beigetragen haben. Mit ihren Ideen und ihrem Engagement haben sie deutlich gemacht, dass wir den richtigen Weg einschlagen.

In Deutschland leben etwa 500 000 Menschen mit afrikanischen Wurzeln. Es gibt über 3000 afrikanische Vereine und Unternehmen, die hier seit Jahren tätig sind. Tagtäglich zeigen wir, wie erfolgreich wir auf lokaler und regionaler Ebene organisiert arbeiten. Nun ist es an der Zeit, diese Zusammenarbeit systematisch auf die Bundesebene auszuweiten. Vertreterinnen der afrikanischen Community aus Politik, Wirtschaft, Medien, Wissenschaft und Kultur, ebenso wie 50 afrikanische Botschaften in Deutschland wurden zur Gründung des African Network of Germany (TANG) eingeladen. Ziel ist es, dass wir uns heute und morgen miteinander vernetzen, unsere Erfahrungen austauschen und uns gegenseitig unterstützen. Wir, die afrikanische Diaspora, sind Deutschlands Brücke zu Afrika. Durch unser Engagement leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der deutsch-afrikanischen Beziehungen. Dieses Netzwerk bietet uns eine großartige Chance, auf drei verschiedenen Ebenen vieles zu bewegen: Im Bereich der themenbezogenen und der regionalen Netzwerke sowie über das Komitee der nominierten Delegierten der afrikanischen Botschaften und der Diaspora.

Es ist an der Zeit, dass die afrikanischen Migrantinnen und Migranten, Bürgerinnen und Bürger in Deutschland als handelnde Akteure sichtbar werden; sowohl auf nationaler wie auf internationaler Ebene. Heute und morgen haben wir die großartige Chance, gemeinsam Eckpunkte zu sammeln, um auf eine solche Vernetzung und bundesweite Zusammenarbeit hinzuarbeiten.

Am heutigen Tag wird auch weltweit das 50-jährige Bestehen der AU gefeiert. Ähnlich wie dieses Bundesnetzwerktreffen hatte die Afrikanische Union von Beginn an zum Ziel, die Vielfalt und unterschiedlichen Stärken der einzelnen afrikanischen Länder unter einem Dach zu vereinen, um gemeinsam auf globaler Ebene mehr zu bewegen. Auch wir möchten gemeinsam mehr bewegen und unseren Beitrag in der Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland leisten, sei es im Bereich der Wirtschaft, der Kultur, der Medien, der Politik oder des zivilgesellschaftlichen Engagements. Es ist an der Zeit, dass Afrika in Deutschland auf allen Ebenen präsenter wird. Ich wünsche uns allen in den nächsten beiden Tagen einen konstruktiven und innovationsreichen Austausch, der den Beginn einer nachhaltigen Zusammenarbeit der afrikanischen Gemeinschaft ganz Deutschlands darstellt.

Dr. Sylvie Nantcha

verehrte Leiter der Abteilung Migration und Entwicklung im BZM Herr Stefan Bethe,

verehrter Präsident des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft Stefan Liebing,

verehrte Vertreterin der Staatsministerin der Bundeskanzlerin Frau Deihimi,

verehrter Herr Afrika-Beauftragter Herr Nooke,